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Begleitprogramm zur Themenausstellung "EINGESPART" Donnerstag, 20.1.2005, 20 Uhr: Lesung mit Jutta Pelz-Bergt Frau Pelz-Bergt (Weil am Rhein) hat als junges Mädchen die KZ Auschwitz und Ravensbrück überlebt. Die heute Achtzigjährige hat erst Mitte der Neunziger Jahre die Kraft gefunden, über ihre unmenschlichen Erfahrungen als Jüdin im NAZI-Deutschland und vor allem über die traumatisierten Zeiten der Nachkriegsjahre zu sprechen. Hitler und seine Helfershelfer hatten in ihrem Rassenwahn ja geglaubt, auf den jüdischen Teil der deutschen Bevölkerung "verzichten" zu können. Bis zum Erreichen des Rentenalters war die Autorin u.a. Mitarbeiterin einer Frauenzeitschrift und später ÖTV-Angestellte in Freiburg. Sie wird aus ihrem Buch "Die ersten Jahre nach dem Holocaust - Odyssee einer Gezeichneten" (Edition Hentrich) lesen. Sie ist auch in das Freiburger Walther-Rathenau-Gymnasium und in das Waldkircher Geschwister Scholl-Gymnasium zu einem Schülergespräch eingeladen.
Ohne Hilla von Rebay gäbe es das New Yorker Guggenheim-Museum nicht. Die Freiburger Filmemacherin, Sigrid Faltin, stellt ihren neuen, bereits im "Arte"-TV gezeigten Dokumentarfilm vor, in dem sie der deutschen Malerin, Kunstmäzenatin und späteren Gründerin des berühmten Guggenheim-Museums ein längst fälliges Denkmal setzt. Die in Teningen begrabene und fast vergessene Künstlerin schaffte es in den Dreißiger Jahren zusammen mit ihrem reichen New Yorker Ehemann, Solomon Guggenheim, viele von den Nazis als "Entartete Kunst" gebrandmarkte Kunstwerke aufzukaufen und vor der Vernichtung zu bewahren wie zum Beispiel von Kandinsky, Bauer, Léger, Chagall u.v.a. Sie war bis in die Sechziger Jahre als "Queen of Art" die Hoffnung vieler bedrängter Künstler, deren Werke weder den Nazis aber leider auch vielen nachkriegsdeutschen Demokraten keine müde Mark wert waren. Im Libelle-Verlag wird in Kürze auch ein Buch von Frau Faltin über Hilla von Rebay erscheinen.
Die in Emmendingen lebende französische Schauspielerin Maryse Gaucher
folgt in ihrem Stück den Spuren der 'Frau ohne Menschenwürde'
durch Geschichte und schlechte Zeiten.
Da war sie mal kämpferische Jungfrau in Männerkleidern, hilflose
Vagabundin, forsche Rittmeisterin und Musketierin, aber auch Hure,
Marketenderin und Erzbetrügerin.
Wie in jeder Ausstellung bieten Roland Burkhart und Peter Joswig vom Vorstand
des "GeorgScholzHaus Kunstforum Waldkirch e.V." wieder die Gelegenheit, sich
schreibend den ausgestellten Kunstwerken zu nähern.
Dr. Rainer Höll vom GSH-Vorstand lädt Ausstellungsbesucher dazu ein, sich mit anderen Besuchern auf einen anregenden Gedankenaustausch über die ausgestellten Exponate einzulassen.
Christoph Mueller (Freiburg), spielt Improvisationsstücke auf dem Piano/Fender Rhodes. |